Meine Morgenroutine

Eine maßgebliche Gewohnheit, die ich in den letzten Monaten integriert habe, ist meine Morgenroutine. Ich habe verschiedene Elemente ausprobiert und herausgefunden, was mir gut tut. Gerne teile ich sie mit dir, und auch die Gründe, warum ich die einzelnen Schritte integriert habe.  Wenn du mehr zum Thema Gewohnheiten erfahren möchtest, lies dir gerne meinen Blogartikel dazu durch.

Ich war immer ein Morgenmuffel, das kann dir jeder bestätigen, der mich etwas näher kennt. Ich war die ersten ein bis zwei Stunden morgens immer sehr unkommunikativ und schlecht gelaunt. Mittlerweile liebe ich Morgende, da ich sie ganz bewusst und schön gestalte, und zwar mit den folgenden Schritten:

  1. Ölziehen

Das Ölziehen ist eigentlich eher ein „Ölkauen“ und ist eine ayurvedische Tradition.  Dabei nimmt man einen Teelöffel mit Öl (ich nehme Kokosöl) in den Mund und zieht es für 10 – 20 Minuten durch die Zähne, in etwa so, als würde man den Mund mit Mundwasser spülen.

Kokosöl

Warum macht man das? Über Nacht regeneriert sich der Körper und entgiftet, und das vor allem auch über die Schleimhäute in der Mundhöhle. Wenn wir nun morgens als erstes etwas trinken, spülen wir diese Giftstoffe wieder in unseren Körper. Wenn unser Immunsystem super funktioniert passiert vermutlich nichts, aber wir können den Körper unterstützen, indem wir durch das Ölziehen die Stoffe im Mund binden und dann das Öl ausspucken. Nette Nebeneffekte: Ölziehen reduziert  Mundgeruch, verhindert Zahnfleischentzündungen und macht die Zähne auf natürliche Weise weißer.

Falls du dich fragst: Was mache ich denn während des Ölziehens? Für mich ist diese Zeit genau perfekt, um im Haushalt einiges zu erledigen (Lüften, Spülmaschine, Waschmaschine…).

Mehr zu dem Thema Ölziehen findest du hier.

2. Zunge schaben

Das Zungeschaben entstammt ebenfalls der ayurvedischen Heilkunde und unterstützt ähnlich wie das Ölziehen die Mundhygiene und die Entfernung von Ablagerungen auf der Zungenoberfläche. Hierbei wird mit einem Zungenschaber (siehe Foto) der Belag vor oder nach dem Ölziehen abgeschabt. Weitere Infos zum Zungeschaben findest du hier

Zungenschaber

3. Glas warmes Wasser & Nahrungsergänzungsmittel

Sobald die Mundhygiene abgeschlossen ist, trinke ich ein Glas warmes Wasser. Warum? Warmes Wasser muss vom Körper nicht erhitzt werden und bringt die Verdauung in Schwung. Außerdem ist viel trinken sehr wichtig für den Körper, und so habe ich schon morgens direkt ein großes Glas Wasser getrunken. Gleichzeitig benutze ich es, um Nahrungsergänzungsmittel zu mir zu nehmen. Je nach Bedarf verschiedene Vitamine oder unterstützende Substanzen wie Mariendistel.

4. Yoga/ Fitness/ Spaziergang

Der nächste Schritt ist immer Bewegung. Für etwa 15 – 20 Minuten mache ich entweder Yoga (mein Lieblingsvideo ist die Yoga Morgenroutine von Mady Morrison), einige Kraftübungen oder ich gehe eine Runde im Park spazieren. Dabei kommt der Kreislauf in Schwung, ich stärke mein Körpergefühl und auch einfach meine Kraft und Ausdauer. Ein wundervoller Schritt, den ich nicht mehr missen möchte!

Tipp: Direkt nach dem Aufstehen in die Sportklamotten schlüpfen, das reduziert die Hemmschwelle für Frühsport enorm!

5. Kalte Dusche

Ja! Ganz genau! Und ja, auch im Winter!  Auch hier war ich immer richtig weinerlich, wenn das warme Wasser mal nicht ging. Und mittlerweile liebe ich die kalte Dusche am Morgen! Sie bringt den Kreislauf so richtig in Fahrt, pusht das Immunsystem, da die Abwehrkräfte gestärkt werden. Um den Körper nicht zu überfordern sollte man an den Extremitäten anfangen, also zuerst Füße und Hände, dann die Arme, die Beine, und zuletzt der Oberkörper. Herrlich erfrischend! Und ich verspreche dir: Danach bist du sowas von wach!

6. Glas warmes Wasser mit Kurkuma, Basenpulver und Zitronensaft

Nach der kalten, erfrischenden Dusche trinke ich noch ein Glas warmes Wasser. Dazu kommt ein halber Teelöffel Bio-Kurkuma. Kurkuma ist ein wahres Wundermittel, es wirkt antiseptisch und antibakteriell. Es bringt die Verdauung in Schwung und wirkt besonders gut in Kombination mit Akazienhonig. Mehr zur Wirkung von Kurkuma findest du hier.

Dazu kommt ein Esslöffel Basenpulver, da ich immer mal wieder Probleme mit Übersäuerung und Sodbrennen habe. Natürlich sollte der Haushalt mit einer ausgewogenen, basischen Ernährung ohne Pulver stimmen, aber so lange ich sensibel reagiere, ist das Pulver eine gute Lösung.

Abgerundet wird der Power-Trunk mit einigen Spritzern Zitronensaft. Denn Zitrone ist basenbildend (!), entzündungshemmend und versorgt den Körper mit Vitamin C, welches sehr wichtig für gesunde Abwehrkräfte ist.

Wichtiger Hinweis: Sowohl das Kurkuma als auch der Zitronensaft sind nicht so gut für die Zähne (Kurkuma führt zu Verfärbungen und Zitrone greift die Zahnsubstanz an), weshalb ich empfehle, einen (wiederverwendbaren) Strohhalm zu benutzen!

7. Chai Latte trinken

Ja, es kommt noch ein Getränk, und zwar aus gutem Grund. Ich habe immer morgens einen Kaffe mit Milch getrunken, und ich liebte diese Routine. Da ich aber Kaffe nur in geringen Mengen vertrage und mittlerweile vegan lebe, musste eine Alternative her, und da habe ich herausgefunden, dass Chai Tee mit geschäumter Sojamilch und etwas Honig wirklich sehr lecker schmeckt. Den Tee nehme ich mir mit und trinke ihn während der letzten zwei Schritte:

8. Meditation

Klar, bei einer klassischen Morgenroutine  darf Meditation nicht fehlen. Allerdings beschränke ich mich morgens auf kurze, gesprochene Meditationen von 5 – 10 Minuten. Ich mache mir meinen Atem bewusst, visualisiere den Tag, horche in meinen Körper hinein und erde mich. Hier findest du wundervolle Meditationen gratis zum Download von Laura Malina Seiler, unter anderem auch die „Guten Morgen Meditation“, welche ich immer mache.

9. Eintrag in das 6 – Minuten – Tagebuch

Zuletzt schreibe ich in mein geliebtes 6 – Minuten – Tagebuch. Dieses vorgedruckte Buch enthält einen Theorieteil, welcher auf die Relevanz von Routinen eingeht und vieles rund um die Morgenroutine erklärt. Die Idee ist, sowohl morgens einige Dinge aufzuschreiben, als auch abends. Punkte wie „Wofür bin ich heute dankbar?“, eine Tages-Affirmation, konkrete Tagesziele sowie Felder zum Rückblick geben eine schöne Struktur vor. Ich liebe dieses Buch und mache daher an dieser Stelle unbezahlt und ganz freiwillig Werbung dafür. 🙂

So starte ich in meinen Tag! Das Ganze dauert etwa eine gute Stunde – die am besten investierte Zeit überhaupt. Denn danach bin ich wach, fit, gut gelaunt und bereit, in den Tag zu starten.

[Werbung wegen Namensnennung; unbezahlte Werbung]

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